VON LEHMAN BROTHER BIS GRIECHENLAND,
DIE GRÖSSTEN TÄUSCHUNGEN MIT:
- CREDIT LINKED NOTES -
Allgemeines
zu
Credit Linked Notes
die absolut genialsten Täuschungen
deutsche
Credit Linked  Notes
in Litauen
Verkauf über dumm gelassene Kundenberater Vernichtung Rentenbeiträge
Kirchengelder
Firmenkapital
Entwicklungs-
hilfe
der Griechenland-Krimi Gerichts-
verfahren


Kurzfassung

Details
Strafanzeige gegen die
DZ Bank
das falsche Kaufobjekt

sonstiges

Impressum
16.03.12


"CREDIT LINKED NOTES"
DIE ABSOLUT GENIALSTEN TÄUSCHUNGEN


Nachfolgend zahlreiche Beispiele von dem Erfindungsreichtum verschiedener Banken ein gravierend anderes Produkt vorzutäuschen. Diese Credit Linked Notes gibt es in Höhe von Zig-Milliarden EURO!


letzte Änderung: 28.02.2012 ÜBERARBEITUNG
  29.02.2012 Kapitel 9 -neu-



INHALTSVERZEICHNIS:

  1. ALLE WESENTLICHEN ANGABEN WURDEN GRAVIEREND ABGEÄNDERT
  2. EIN CREDIT LINKED NOTES MIT DREI VERSCHIEDENEN TÄUSCHUNGEN. DER KREATIVITÄT DER BANKEN SIND KEINE GRENZEN GESETZT
  3. DER "BETRUG" WIRD HEUTZUTAGE NUR VERLAGERT, DAMALS STUTTGART - JETZT BERLIN
  4. BÖRSE BERLIN: DIE TÄUSCHUNGEN, DIE BEI ANDEREN BÖRSEN NICHT MÖGLICH SIND, WERDEN IN BERLIN VOLLZOGEN!
  5. FREENET: DER ALLROUND-ANBIETER FREENET VERKAUFT KREDITAUSFALLVERSICHERUNGEN AUF EUROPÄISCHE STAATEN, DIE ALS KLASSISCHE BANKANLEIHEN GETARNT SIND UND NOCH GRAVIEREND "FÄLSCHER" BESCHRIEBEN WERDEN, ALS DIE BANKEN ES SELBER TUN.
  6. WEST-LB: ES WERDEN WERTPAPIERKENN-NUMMERN VERTAUSCHT, BEZEICHNUNGEN UND EMISSIONSBETRÄGE STIMMEN NICHT ÜBEREIN, REFERENZUNTERNEHMEN  SIND NICHT AUFFINDBAR UND ETC.
  7. ING-DIBA: UNTER DER GROSSEN ÜBERSCHRIFT  DES VERBRAUCHERSCHUTZES WERDEN KLASSISCHE BANKANLEIHEN VORGETÄUSCHT 
  8. GEHEBELTE KREDITAUSFALLVERSICHERUNGEN AUF EU-PLEITESTAATEN VERSTECKEN SICH IN FONDS, DIE ANGEBLICH NUR IN NICHTMITGLIEDSTAATEN DER EU INVESTIEREN!


1. ALLE WESENTLICHEN ANGABEN WURDEN GRAVIEREND ABGEÄNDERT

Bei der Comdirect-Bank wurden alle Credit Linked Notes gravierend falsch ausgestellt. Nach meiner Schädigung hatte ich mir die Verkaufsanzeigen von ca. 100 Wertpapieren ausgedruckt.

Der genehmigte Wertpapiertyp war "Credit Linked Teilschuldverschreibungen". So wurde in den endgültigen Bedingungen, die ich mich nach dem Verlust über Umwege beschaffte, explizit angegeben:

"Informationen über die anzubietenden bzw. zum Handel zuzulassenden Teilschuldverschreibungen:

Wertpapiertyp: Credit Linked Teilschuldverschreibungen".

Die Comdirect gab aber nicht den richtigen Typ "Credit Linked Teilschuldverschreibungen" an, sondern setze als Typ "Anleihe" ein. Und hier besteht ein gravierender Unterschied. Beim Typ "Anleihe" hängt der Wert und die Rückzahlung gem. den offiziellen schriftlichen Definitionen nur von der Bonität des Emittenten ab. Der Wert und die Rückzahlung von Credit Linked Teilschuldverschreibungen hingegen basiert aber hauptsächlich auf anderen Bezugswerten.  Bedingt dadurch, dass auch alle anderen wesentlichen Kriterien gravierend abgeändert wurden, war nicht ein einziges Merkmal vorhanden, was auf eine Sonderform hätte schließen können. So gaben die Wertpapiere zu Hundert Prozent jeweils eine klassische Bankanleihe wieder, die damals gem. Verkaufsprospektgesetz prospektfrei emittiert wurden.

Wertpapierbezeichnung des Cobold 62 Papiers gem. Verkaufsprospekt, den ich mir nach dem Verlust über Umwege besorgte:

 

a.) GRAVIEREND FALSCHE ANGABEN AUF DER ANZEIGETAFEL DER COMDIRECT-BANK (AM BEISPIEL DER COBOLD 67)

b.) FALSCHE ANGABEN BEI DER BÖRSE STUTTGART(AM BEISPIEL DER VERLUSTIGEN COBOLD 62)

richtig: Wertpapierbezeichnungen an Hand von sechs anderen Cobold-Anleihen, die ich nach dem Verlust als Beispiel raus suchte.



2. EIN CREDIT LINKED NOTES MIT DREI VERSCHIEDENEN TÄUSCHUNGEN. DER KREATIVITÄT DER BANKEN SIND KEINE GRENZEN GESETZT

Das Produkt:

Als Beispiel wählte ich die Credit Linked Notes mit der Wertpapier-Kennnummer LBW88U7 aus. Emittent ist die Landesbank Baden-Württemberg.

Die Credit Linked Notes beinhalteten fünf Kreditausfallversicherungen auf fünf europäischen Staaten. Das sind die Länder Italien, Spanien, Österreich, Irland und Griechenland. Die Kreditausfallversicherung auf Griechenland wurde fällig gestellt. Trotzdem das Kapital des Investors als Geber von fünf verschiedenen Kreditausfallversicherungen diente, verlor der Anleger nicht ein 1/5 seiner Anlage, sondern die gesamte Investition wird in den Wert des "Pleite"-Staates umgetauscht, was einen Verlust von rund 80 Prozent ausmacht. Das sind aber bei Weitem nicht die einzigsten Credit Linked Notes. Die LBBW hat einige solcher Credit Linked Notes auf „Pleite-Staaten“ in sehr hohen Emissionsvolumen ausgegeben.

Der Zinssatz beträgt 3,75 Prozent p. a. Kein normaler Mensch würde für diese relativ niedrigen Zinsen, die damals teilweise einem laufzeitgleichen Festgeld entsprachen, auf die Bonität von fünf Staaten wetten und dann auch noch auf vorhersehbare "Pleitekandidaten".

1. VARIANTE  -DER TRICK MIT DEM EINLAGENSICHERUNGSSYSTEM-

Unterlage: Flyer LBW88U7
gem. schriftlichen Informationen: Produktdaten
Realität: In den Produktdaten werden sehr gute Ratings angegeben: Moody‘s: AA2 /S&P: A / Fitch: A+. Dass diese sich nicht auf die Anleihe, sondern auf den Emittenten beziehen, teilt die LBBW nicht mit. Das Emittentenrating spielt aber bei der Anleihe kaum eine Rolle. Das Wichtigste sind die Referenzländer, die dann zuerst im unteren Teil aufgeführt sind, wobei auch da die ausgezeichnete Bewertung nicht stimmen dürfte.
gem. schriftlichen Informationen: Info Angabe unten im Verkaufsprospekt: „ Informationen zum Sicherungssystem.
Die LBBW ist dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassen Finanzgruppe angeschlossen. Dieses System stellt sicher, dass seine Institute grundsätzlich selbst geschützt werden. Jedem Kunden können daher seine fälligen Ansprüche z. B. aus verbrieften Forderungen (etwa aus Zertifikaten) in voller Höhe erfüllt werden. Näheres unter www.dsgv.de.
Realität: Hier wird dem Investor vorgetäuscht, dass das Credit Linked Notes auf jeden Fall zurück gezahlt wird, da die verbrieften Forderungen in voller Höhe durch das Sicherungssystem der Sparkassen geschützt sind. Dem Anleger wird aber verschwiegen, dass die Einlagensicherung einzig und allein nur greift, wenn die LBBW zahlungsunfähig wird, aber nicht ein Referenzstaat, was um ein vielfaches wahrscheinlicher ist. Dieser Flyer wurde auch in der Kundenberatung eingesetzt. Die Unterlage übersandten mir Geschädigte, wobei die Überschrift nicht wie in meinem Beispiel "LBBW" ist, sondern mit Sparkasse ausgetauscht wurde.

2. VARIANTE  - DER TRICK MIT VORGABE ANDERER EURO-STAATEN

Unterlage: Flyer LBW88U_Euro Staatenanleihe
gem. schriftlichen Informationen: 1. Seite

Euro-Staatsanleihe-Investor
Realität: Unmittelbar unter der Überschrift "LBBW Euro-Staatanleihen Synthia" befindet sich die Zeile
Investor: Retail (Deutschland, Österreich, Luxemburg, Schweiz). Als wichtigeste Angaben überhaupt, ist diese Information zusammen mit dem  Emissionsvolumen und dem Emissionskurs dick gedruckt und extra farbig hervorgehoben.
Hier soll ganz offensichtlich der potenzielle Investor damit getäuscht werden, dass sich der Begriff "Euro-Staatsanleihen" auf  die Staaten Deutschland, Österreich, Luxemburg und die Schweiz bezieht. Das sind aber nur die Staaten, in denen die Anleihe verkauft wird. Die Referenzunternhemen, von dessen Bonität die Rückzahlung der gesamten Anleihe überhaupt abhängt, werden zuerst auf der zweiten Seite genannt.
In der letzten Zeile steht in der Produktinfo unter der Rubrik "vorzeitige Rückzahlung" nachfolgendes aufgeführt:

"Bei Eintritt eines Kreditereignisses bezogen auf einenReferenzschuldner erfolgt eine vorzeitige Fälligstellung der Anleihe. Der Rückzahlungskurs ist der von der Berechnungsstelle ermittelbare Geldkurs einer vom Emittenten ausgewählten lieferbaren Verbindlichkeit."

Aus dieser intransparent Ausführung kann der  Anleger niemals entnehmen, daß bei Umschuldung oder Zahlungsunfähigkeit, die gesamte Anleihe nur noch den Wert des Pleitestaates hat.
gem. schriftlichen Informationen: 2. Seite

Ref-Schuldner Muster Standards Auktion
Realität: Auf Seite 2 wird eine Intransparenz dargelegt, die ich in diesem Umfang noch nirgendwo sah. Ein paar betreffende Wörter habe ich farblich markiert. Ich bin mir sicher, dass die Ausführungen kein Kundenberater verstehen kann. Da diese Seite dermaßen unverständlich ist, wird sich die Unterlage kaum einer anschauen. Hier ist offensichtlich, dass Kunde und Kundenberater bewusst irre geführt werden. In diesen langen intransparenten Sätzen ist überhaupt nichts verbindliches aufgeführt. Nach billigem Ermessen und ein paar Mal "und" und "oder" versteht der Leser nichts mehr. Der Interessent und Kundenberater wird sich somit nur die erste Seite ansehen, wo es um die sicheren Länder Deutschland, Österreich, Luxemburg und die Schweiz geht. Schließlich sollte alles Wichtige auf der ersten Seite aufgeführt sein und die zweite Seite dann nur noch zusätzliche rechtliche Erläuterungen enthalten, die für einen Juristen gedacht sind. Das Entscheidende, die für die Rückzahlung abhängigen Bezugsstaaten, sind aber nicht auf der ersten Seite erwähnt, sondern auf der zweiten Seite aufgeführt und sollen in den zahlreichen intransparenten Informationen untergehen.

3. VARIANTE  - DER TRICK MIT DER TÄUSCHUNG ALS KLASSISCHE BANKANLEIHE, DIE DAMALS PROSPEKTFREI EMITTIERT WURDEN-

Unterlage: Comdirect Bank Synthia
gem. schriftlichen Informationen: Wertpapierbezeichnungen gem. den Produktinfos:

Name

Wertpapierbezeichnungen gem. Direct-Broker "Comdirect-Bank":

Realität Bei der Comdirect-Bank werden die Euro-Staaten natürlich verschwiegen werden. Schließlich soll der Investor mit einer klassischen sicheren Bankschuldverschreibung getäuscht werden. Diese wurden per Gesetz bis Ende 2008 prospektfrei emittiert. Das Wertpapier ist zwar von 2009. Aber selbst für Emissionen ab dem Jahr 2009 erhielten die Kunden keine Verkaufsprospekte und weiterführende Unterlagen über ihre Kundenberater, was ich bereits mit einem schriftlichen Beweis belegte. Da die Gesetzesänderung nicht publik gemacht wurde, dürfte kaum ein Kunde wissen, dass es nun für Bankanleihen Prospekte gab. Genau deshalb trägt hier die Anleihe eine gravierend andere Bezeichnung. In Verbindung mit einer falschen Rubrik, einem gravierend falschen Rückzahlungskurs und einem gravierend falschen Wertpapiertyp entstand eine perfekte Täuschung zu einer klassischen Bankanleihe.
gem. schriftlichen Informationen:

 
Bermerkung: Früher gab es in den Verkaufsanzeigetafeln noch die Zeile "sonstiges". Seit ca. 2010 hat die Bank die Zeile entfernt.


3. DER "BETRUG" WIRD HEUTZUTAGE NUR VERLAGERT, DAMALS STUTTGART - JETZT BERLIN

Früher wurden die Credit-Linked-Notes über die Börse Stuttgart als klassische Bankanleihen dargestellt. Nach der Lehman-Brother-Insovenz ist diese offensichtlich nicht mehr möglich. Vor nicht allzu langer Zeit wurde die Börse Berlin "wiederbelebt". Die zahlreiche Credit-Linked-Notes sind nun hier registriert. Anbei ein Beispiel von ganz neuen Credit-Linked-Notes, die bei der Börse Stuttgart und der Börse Berlin registriert sind. Es handelt sich jeweils um ein und dasselbe Papier. Bei der Börse Stuttgart ist es eine strukturierte Anleihe/Credit Linked mit Bezug auf Lufthansa, Fresinius und Peugeot. Die Börse Berlin stellt das Wertpapier als klassische Bankanleihe aus. Nicht nur, daß der Investor getäuscht wird. Durch die, für mich als Betrug angesehenen Darstellungen hat die Börse Berlin auch einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Börsen. Nach meinen Stichproben waren bei den Credit-Linked-Notes mit größerem Vorsprung gegenüber anderen Börsen die meisten Umsätze bei der Börse Berlin vorhanden. Und mit der Bezeichnung und der Gattung als Bankanleihe können auch in Rentenfonds geschickt die Investoren getäuscht werden.

Es gibt haufenweise solche Beispiele. Anbei noch ein weiteres Beispiel von Credit Linked Notes auf drei europäische Staaten. Auch hier handelt es sich um ein und dasselbe Wertpapier.



4. BÖRSE BERLIN: DIE TÄUSCHUNGEN, DIE BEI ANDEREN BÖRSEN NICHT MÖGLICH SIND, WERDEN IN BERLIN VOLLZOGEN!

Die DZ-Bank nimmt bei den Credit-Linked-Notes auf Griechenland und europäische Staaten bzw. auch deren Unternehmen in die führende Rolle ein. So gibt es Rumpfprospekte in Zig Milliarden-Höhe. Nachfolgend ein Credit-Linked-Notes von der Börse Berlin (WKN: DZ8JL5), was Kreditausfallversicherungen von sechs Staaten beinhaltet. Noch dazu sind die Versicherungen auf Griechenland, Italien, Polen, Ungarn, Slowakei und die Tschechische Republik, wie fast üblich um ein vielfaches gehebelt. Die Wertpapierbezeichnung wurde gravierend abgeändert, die Gattung ist falsch und die Referenzländer werden verschwiegen. Die Anleihe wird auch hier als klassische  Bankschuldverschreibungen ausgewiesen.

http://www.wertpapier-schaden.de/Cobold/Boerse-Berlin inges gross

Aber dieses Credit-Linked-Notes der DZ Bank ist bei Weitem nicht die einzigste gehebelte Kreditausfallversicherung auf Griechenland. Die nachfolgenden Kreditausfallversicherungen auf Griechenland, Spanien, Italien und Irland sind nur ein Bruchteil von allen Versicherungen auf Staaten und Unternehmen der DZ Bank. Der Großteil dieser Credit-Linked-Notes läuft im Jahr 2013 ab. Das Geld des Investors wird dazu verwendet Kredite von bis zu 13 Staaten vor Zahlungsausfall abzusichern. Trotzdem die Investition alle 13 Staaten absicherte, verliert der Anleger bei Zahlungsausfall von nur einem einzigen Staat nicht 1/13 seines Geldes, sondern das gesamte Wertpapier hat nur noch den Wert des "Pleite"-Staates. Der Investor hat gegenüber einer klassischen Anleihe somit ein zusätzliche Dreizehnfaches Risiko des Totalverlustes. Kein Anleger wäre für die u. a. niedrigen Zinsen, die teilweise in etwa einem sicheren Festgeld entsprechen, auch nur ansatzweise bereit, so ein äußerst riskantes Papier zu kaufen.
Bei der Börse Berlin tragen alle diese Wertpapiere die Bezeichnung:

"DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank 09(20..)"

Exakt so wie die klassischen und prospektfreien Anleihen hießen. Hingegen in den internen Kapitalmaktveröffentlichungen von 2008 der DZ-Bank, die ich zufällig im Internet fand, ist die korrekte Wertpapierbezeichnung angegeben:

"DZ BANK Emerging Markets Mixed (EMMA41)
Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer ...

Aber selbst in der schon gravierend falschen Wertpapierbezeichnung gibt die DZ Bank auch noch größtenteils das Emissionsdatum falsch an. Die meisten dieser unten aufgeführten Wertpapiere wurden nicht 2009 emittiert, sondern 2008. Und bei zahlreiche solchen Credit-Linked-Notes, insbesondere die in den Jahren 2005 bis 2007 ausgegeben wurden, konnte ich keine Zusammenstellung oder/und Veröffentlichung der Emission finden, so unter anderem auch für das oben abgebildete Wertpapier.

Aber nicht nur, daß die Wertpapierbezeichnung gravierend abgeändert wurde. Trotzdem es in den endgültigen Bedingungen eindeutig heißt:

"Informationen über die anzubietenden bzw. zum Handel zuzulassenden Teilschuldverschreibungen:

Wertpapiertyp: Credit Linked Teilschuldverschreibungen"

wird diesem dem Anleger verschwiegen und er wird mit dem Typ "Anleihe" getäuscht. Wie ich oben schon erwähnte, besteht hier eine gravierende Unterschied. Bei dem Typ Anleihe hängt der Wert und die Rückzahlung nur von der Bonität des Emittenten ab. Bei Credit Linked Teilschuldverschreibungen hingegen basiert der Wert und die Rückzahlung hauptsächlich auf anderen Bezugsgrößen.

Anbei ein Ausschnitt aus den endgültigen Bedingungen des Wertpapiers "DZ BANK Emerging Markets Mixed (EMMA30)", was Kreditausfallversicherungen auf sechs europäische Staaten u. a. Griechenland beinhaltet.

Nachfolgend die Links zu internen Auflistungen von Wertpapieren der DZ Bank AG aus den Jahren 2008 bis 2010.

Kapitalmarktinfo 2008
Kapitalmarktinfo 2009
Kapitalmarktinfo 2010

Betrag Wepa-Nr. / Bezeichnung Länder, auf dessen Bonität gewettet wird:
50 Mio. DE000DZ1G2M9


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Spanien, Portugal, Bulgarien, Griechenland, Italien, Tschechische Rep.
50 Mio. DE000DZ1G2N7


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Spanien, Portugal, Griechenland, Italien, Polen, Tschechische Rep.
50 Mio. DE000DZ1G309


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Italien, Spanien, Portugal, Griechenland
50 Mio. DE000DZ1G341


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Polen, Tschechische Rep.
100 Mio. DE000DZ1G5T7


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Niederlande, Spanien, Portugal, Finnland, Griechenland, Österreich, Slowenien, Zypern
50 Mio. DE000DZ1G564


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal, Griechenland
50 Mio. DE000DZ1G7N6


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Italien, Spanien, Portugal, Griechenland
50 Mio. DE000DZ1G614


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Italien, Spanien, Portugal, Griechenland
50 Mio. DE000DZ1G8B9


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal, Griechenland
50 Mio. DE000DZ1HBV2


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal, Griechenland
50 Mio. DE000DZ6Z7E7


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Griechenland, Polen, Ungarn
50 Mio. DE000DZ6Z7D


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Irland, Spanien, Österreich
50 Mio.
+ 5 Mio.
DE000DZ1HZX7 Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal
25 Mio. DE000DZ1H1T5 Großbritanien, Nordirland
50 Mio. DE000DZ6Z47F4 Italien, Spanien, Portugal, Österreich, Nordirland
10 Mio. DE000DZ6Z712 Italien
50 Mio.
+ 100 Mio.

DE000DZ1G3V8


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Niederlande, Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal, Österreich
50 Mio. DE000DZ1G3W6


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Niederlande, Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal, Österreich
50 Mio. DE000DZ1G481


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Niederlande, Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal, Österreich
50 Mio. DE000DZ1G5D1


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Niederlande, Frankreich, Irland, Belgien, Spanien, Portugal, Österreich
50 Mio. DE000DZ1G6X7


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal
50 Mio. DE000DZ1G7A3


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal
50 Mio. DE000DZ1G7M8


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Niederlande, Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal, Österreich
50 Mio. DE000DZ1G8F0


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal
50 Mio. DE000DZ1HCN7


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal
50 Mio. DE000DZ1HCU2


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Frankreich, Irland, Italien, Belgien, Spanien, Portugal
50 Mio. DE000DZ1HC46


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Frankreich, Italien, Spanien
50 Mio. DE000DZ1G4R4


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Irland, Belgien, Spanien, Portugal
50 Mio. DE000DZ1HDC8


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Spanien, Portugal, Österreich, Großbritanien, Nordirland
50 Mio. DE000DZ1HDY2


gem. Genehmigung:


Anleihe mit Andienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) auf die Referenzländer
Deutschland, Frankreich, Spanien
50 Mio. DE000DZ1HD29 Dänemark, Schweden, Spanien, Polen, Österreich, Ungarn , Tschechische Rep.

Die DZ Bank AG gab unzählige Credit Linked Notes mit gehebelten Kreditausfallversicherungen auf Staaten aus. Aber auf ihrer Web-Seite werden gerade Mal für vier solche Wertpapiere Unterlagen zu Verfügung gestellt.


5. FREENET: der Allround-Anbieter Freenet verkauft Kreditausfallversicherungen auf europäische Staaten, die als klassische Bankanleihen getarnt sind und noch gravierend "fälscher" beschrieben werden, als es die Banken selber tun.

Den Internetprovider "Freenet" kannte ich schon aus den Anfangszeiten der Entstehung des öffentlichen Internets. Mir war bekannt, dass Freenet eine Singlebörse, eine Tauschbörse, ein Plattformen für Meinungsäußerungen besaß und kostenlose E-Mail-Accounts anbot. Durch meine Recherchen stellte ich fest, das Freenet aber auch als Vertriebsbörse für Wertpapiere, insbesondere Kreditausfallversicherungen von europäischen Staaten fungiert, darauf wäre ich nie und nimmer gekommen. In meiner Bankausbildung lernte ich, dass der Vertrieb von Wertpapieren nach KWG nur Banken mit entsprechender Lizenz vorbehalten ist, was auch Sinn macht. Die Gesetze wurden inzwischen gelockert und so dürfen sogenannte externe Berater, die unter keine dieser Vorschriften fallen, ebenfalls Anlagen vermitteln. Aber kann deshalb jede X-beliebige Firma im Internet Wertpapiere verkaufen und noch dazu gravierend falschen Angaben einstellen. Zu alledem ist der Internetprovider "Freenet"  noch dreister als alle anderen. Die Bezeichnung der Credit Linked Notes lautet bei Freenet "DZ Bank AG", exakt genau wie die klassischen Bankanleihen heißen. Die Vertriebsbanken hatten die Credit Linked Notes falsch dem Typ "Anleihe" zugewiesen. Wie ich bereits nachwies, handelt es sich hier aber um den Wertpapiertyp "Credit Linked Teilschuldverschreibungen". Der Wert und die Rückzahlung basiert nicht, wie bei einer Anleihe auf die Bonität des Emittenten, sondern der Wert und die Rückzahlung hängt hauptsächlich von anderen, produktfremden Bezugsgrößen ab.  Aber Freenet setzt jetzt noch die Krönung drauf. Die Branche und der Typ ist noch nicht einmal "Anleihe", sondern beides Mal "Renten". Das täuscht dann noch mehr Sicherheit vor.


Es folgen die Rubriken "Letzer Handel Frankfurt", "Kurse Frankfurt", "Emittent", " Stammdaten", Kennzahlen, "Kupon", "Handel", "Beschreibung". Das Wichtigste überhaupt wird aber, wie auch bei den Banken verschwiegen. Nicht einmal ansatzweise erwähnt Freenet, daß die Rückzahlung von der Bonität von drei europäischen Staaten Griechenland, Polen und Ungarn anhängt. Stattdessen gibt der Provider unter der Rubrik "Beschreibungen" folgendes an: "Zinslaufbeginn 21.01.2010, erster langer Kupon! Einzelheiten entnehmen Sie bitte den endgültigen Bedingungen!"

Der "normale" Anleger hat überhaupt keine Ahnung, daß ein komplettes Wertpapierprodukt in "endgültigen Bedingungen" beschrieben ist. Da Freenet zuvor "geschickt" die Zinszahlung angab, wird der Investor diesen Hinweis als eine Mitteilung zu einer Zinssatzänderung verstehen, analog eines Tagesgeldes, wo die Bank dann im Internet oder per Aushang mitteilt, daß ab einem gewissen Datum nicht mehr z. B. 2,00 % p. a. gezahlt werden, sondern vielleicht 1,5 % p. a.. In Wirklichkeit handelt es sich aber nicht um eine harmlose Anleihe, sondern um hoch riskante Credit Linked Notes mit gehebelten Kreditausfallversicherungen auf die Staaten Griechenland, Polen und Ungarn.

Freenet Gesamtansicht der Anzeige

Noch dreister sind die nachfolgenden Credit Linked Notes bei "Freenet" ausgestellt. Hier handelt es sich um gehebelte Kreditausfallversicherungen auf die Länder Italien, Spanien, Portugal und Griechenland.

Nicht nur, dass diese alles verschwiegen wird und der Typ und die Branche gravierend falsch sind. Unter der "Rubrik" Beschreibung ist auch noch explizit angegeben, dass bei Fälligkeit die Rückzahlung zu 100 % des Nennwertes erfolgt.

Freenet Gesamtansicht der Anzeige



6. WEST-LB: ES WERDEN WERTPAPIERKENN-NUMMERN VERTAUSCHT, BEZEICHNUNGEN UND EMISSIONSBETRÄGE STIMMEN NICHT ÜBEREIN, REFERENZUNTERNEHMEN  SIND NICHT AUFFINDBAR UND ETC.

Wie schon bei Lehman-Brother ist auch die West-LB bei den Credit Linked Notes auf südeuropäische Staaten beteiligt. So gibt es etliche Credit Linked Notes wie z. B. DE000WLB6HH3, XS0268535597, XS0250864575 und etc.

Bei der West-LB werden sogar unter ein und der selben Wertpapier-Kenn-Nummer drei verschiedene Anlagen geführt!

Die unten abgebildeten Credit Linked Notes haben einen Kurs von 48,61 Prozent(Stand 24.09.11).

Bei der Börse Düsseldorf trägt das Wertpapier in der Bezeichnung nach dem vorangestellten "WestLB" den Zusatz "Credit Linked". Das muß aber nicht immer so gewesen sein. Von welchen Referenzunternehmen oder Staaten der Wert der Anleihe abhängt, fand ich trotz dreitägiger intensiver Suche nicht heraus. Auf Grund des extrem niedrigen Kurses, vermute ich, dass hier evtl. Griechenland und andere südeuropäischen Staaten beinhaltet sein könnten.

Die einzelnen Wertpapiere müssen eindeutig unterschieden werden können. Wenn der Investor seiner Bank einen Auftrag gibt ein bestimmtes Wertpapier für ihn zu erwerben, darf es nicht zu Verwechslungen kommen. Deshalb hat jedes Wertpapier eine einmalige Wertpapier-Kennnummer (WKN). Außerdem gibt es eine weitere Nummer, um das Wertpapier international zu identifizieren (ISIN). So besagt es jedenfalls die Theorie. 

Im Jahr 2007 wurde die Anleihe emittiert.

Die Emission selber ist nicht im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Anleihe hat einen variablen Zinssatz. Die Höhe des Zinssatzes wurde hingegen im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gegeben. Das Emissionsvolumen betrug 100 Millionen Euro. Die Anleihe hat eine Laufzeit vom Jahr 2007 bis zum Jahr 2017.Gem. der Wertpapierbezeichnung wäre es eine klassische Bankanleihe mit variabler Verzinsung.

2007 Veröffentlichung Bundesanzeiger

Gesamtansicht vom elekronischen Bundesanzeiger

2010  Veröffentlichung Bundesanzeiger

Bis zum Jahr 2010 handelte es sich um eine 100 Millionen Euro-Anleihe, die unter den Nummern WKN: WLB6EC und ISIN: DE000WLB6EC geführt wurde.

Gesamtansicht vom elekronischen Bundesanzeiger

2011   Veröffentlichung gem. WpHG in zahlreichen Finanznachrichten

Unter exakt genau der gleichen Wertpapier-Kenn-Nummer wird nun aber ein Zertifikat über 25 Millionen zu 7 % auf VW im Internet an zahlreichen Stellen veröffentlicht.  Die Wertpapier-Kenn-Nummer muss offensichtlich falsch sein. Unter der zusätzlich angegebenen internationalen ISIN-Nummer wird eine andere Wertpapier-Kennnummer geführt. 

Gesamtansicht WpHG Veröffentlichung

2011    Veröffentlichung Bundesanzeiger

Aus der 100 Millionen-Anleihe, die auch über 3 Jahre regelmäßig so veröffentlicht wurde, ist nun eine 10 Millionen-Anleihe ohne publizierte ISIN-Nummer geworden.

Gesamtansicht vom elekronischen Bundesanzeiger

Eine Prospekthinterlegung bei der BaFin erfolgte offensichtlich auch nicht.

Sollen diese vielen gravierenden Falschangaben wirklich nur Fehler sein oder wollte die Bank verschiedene Sachen "ausradieren" oder/und neu "einschmuggeln".

Pflichtveröffentlichungen fehlen teilweise. Wertpapierbezeichnungen wurden gravierend abgeändert. Wertpapier-Kennnummern und Emissionbeträge stimmen nicht. Auch eine Prospekthinterlegung fand nicht immer statt.

Ebenfalls bei den Credit Linked Notes der DZ Bank fehlen teilweise die Pflichtveröffentlichungen und ich stellte zahlreiche "Ungereimheiten" fest. Wie kann der Anleger überhaupt sicher sein, ob diese Referenzunternehmen bei Emission bestanden oder vielleicht zuerst im nachhinein definiert wurden.

 

7. ING-DIBA: UNTER DER GROSSEN ÜBERSCHRIFT  DES VERBRAUCHERSCHUTZES WERDEN KLASSISCHE BANKANLEIHEN VORGETÄUSCHT 

Sehr interessant ist auch die Idee, die bei der Ing DiBa eingestellt ist.

Wenn alle Angaben auf den neuen Verbraucherschutzinformationen beruhen und damit auch noch groß geworben wird, kann der Anleger doch nicht getäuscht werden. Weit gefehlt!!! Anbei ein Beispiel von mehreren Wertpapieren, die bei der Direktbank "Ing DiBa" ausgestellt sind.

Hier ist explizit angegeben: "Die Anleihe ist eine Schuldverschreibung, mit deren Erwerb der Anleger dem Unternehmen, das das Wertpapier ausgibt, einen Kredit für die Laufzeit des Wertpapieres gewährt." "Ist das Unternehmen, das die Anleihe ausgibt, bei Fälligkeit der Anleihe wirtschaftlich nicht in der Lage den Anleihebetrag zurückzuzahlen, besteht für den Anleger ein Kreditausfallrisiko bis hin zum Totalverlust.

Die Wertpapierbezeichnung wird als "DZB 13 E 4655 var" angegeben.

Gibt der Investor die Wertpapierkenn-Nummer in Google ein, so erscheint an erster Stelle die Anzeige der Börse Berlin. Auch hier ist das Wertpapier eindeutig eine klassische Bankanleihe.

Die kleinste Stückelung ist nicht, wie oft üblich 1.000,00 EURO, sondern beträgt 50.000,00 EURO. Hiermit greift eine Ausnahmeregelung.  Gem. WpPG brauchen bei dieser Größenordnung auch nach 2009 keine Verkaufsprospekte erstellt zu werden. Bei der BaFin gibt es deshalb auch keinen Hinweis auf Unterlagen.

Der potentielle Investor kann sich somit nur zusätzlich in den standardisierten Informationen schlau machen. Und die besagen, genau was auch bei der ING DiBa beschrieben steht. Die Rückzahlung einer Anleihe hängt nur von der Bonität des Emittenten ab.

In Wirklichkeit handelt es sich aber um Credit Linked Notes mit mehrfach gehebelten Kreditausfallversicherungen auf acht europäische Staaten. Das Wertpapier war in einer internen Auflistung der DZ BANK AG vom Jahr  2008 vorhanden, die ich durch Zufall und langen allgemeinen Recherchen im Internet fand. Es ist nicht nachvollziehbar, wann die Liste überhaupt ins Internet eingestellt wurde. Wie auch in anderen Fällen, konnte ich keine offiziellen, vorgeschriebenen Veröffentlichungen der Emission selber finden.

8. Gehebelte Kreditausfallversicherungen auf EU-"Pleitestaaten" verstecken sich in Fonds, die angeblich nur in Nichtmitgliedstaaten der EU investieren!

Die als Bankanleihen getarnten und gehebelten Kreditausfallversicherungen auf europäische Pleitestaaten sind auch in zahlreichen Fonds versteckt. Dass die Investmentfonds Geber und nicht Nehmer der Versicherungen sind, geht aber nicht einmal ansatzweise aus der Beschreibung hervor. So heißt in dem ausführlichen Prospekt nur:

Fondprospekt

Aber nicht nur das. In diesem Fond befinden sich fünf Wertpapiere der DZ Bank AG, die alle gehebelte Kreditausfallversicherungen auf EU-Staaten beinhalten. Die Fondgesellschaft teilt dem potenziellen Anleger aber genau das Gegenteil mit. So steht in der gesetzlich vorgeschriebenen Produktinfo, dass der Fond nur in Nicht-EU-Länder investiert. "Der Fond investiert mindestens 51 % des Wertes des Fonds in solche verzinslichen Wertpapiere...der nicht Mitgliedstaat der europäischen Wirtschaft- und Währungsunion ist". Die restlichen 49 % werden als Bankguthaben, kurze verzinsliche Anlagen und Investitionen in anderen Fonds beschrieben. Der Stand dieses gesetzlichen Informationsblattes ist 20.01.2012. Ein Investor, der bewußt diese Fondanteile kauft, weil gem. Beschreibung keine EU-Staaten beinhaltet sind, hat aber in Wirklichkeit in Kreditausfallversicherungen von EU-"Pleite"-Staaten investiert. Trotzdem ein Wertpapier Kreditausfallversicherungen von bis zu 13 Staaten enthält, hat bei Zahlungsunfähigkeit nur eines einzigen Staates das gesamte Wertpapier nur noch den Wert des "Pleite"-Landes. Die Credit Linked Notes sind im Rechenschaftsbericht als harmlose Anleihen ausgestellt. Die gehebelten und riskanten Kreditausfallversicherungen werden verschwiegen.

gesetzliches Infrmationsblatt

Kreditausfallversicherungen auf:

Griechische Republik,

Republik Italien,

Republik Polen,

Republik Ungarn,

Slowakische Republik,

Tschechische Republik

Kreditausfallversicherungen auf:

Republik Kroatien,

Republik Polen,

Republik Rumänien,

Republik Südafrika,

Republik Türkei,

Republik Ungarn,

Russische Föderation

Kreditausfallversicherungen auf:

Republik Deutschland,

Republik Frankreich,

Republik Irland,

Republik Italien,

Republik Belgien,

Republik Niederlande,

Republik Spanien,

Republik Portugal,

Republik Finnland,

Republik Griechenland,

Republik Österreich,

Republik Slowenien,

Republik Zypern

Kreditausfallversicherungen auf:

Republik Italien,

Republik Spanien,

Republik Portugal,

Republik Griechenland

Kreditausfallversicherungen auf:

Republik Niederlande,

Republik Frankreich,

Republik Irland,

Republik Italien,

Republik Belgien,

Republik Spanien,

Republik Portugal,

Republik Österreich



Die Zusammenstellung des Fonds ist im Halbjahresbericht per 30.09.11 einzusehen.

Halbjahresbericht LBB Fond