VON LEHMAN BROTHER BIS GRIECHENLAND,
DIE GRÖSSTEN TÄUSCHUNGEN MIT:
- CREDIT LINKED NOTES -
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Kurzfassung

Details
Strafanzeige gegen die
DZ Bank
vertauschtes Kaufobjekt

sonstiges

Impressum
14.04.12 17.03.12 29.04.12 04.05.12
1.  LEHMAN-ZERTIFIKATE, DAS VERTAUSCHTE KAUFOBJEKT

Ein wesentlich anderes Produkt sind die bekannten "Lehman"-Zertifikate. Der Schwindel verlief aber exakt so wie bei mir. Ich kaufte eine klassische Bankanleihe, die nach dem Verlust ein Credit Linked Notes war. Die Lehman-Zertifikat-Geschädigten der Citi-Bank kauften Fond-Anteile, die Sondervermögen waren und kein Emittentenrisiko beinhalteten. Der schriftliche Kaufauftrag lautete wörtlich über Investmentfondsanteile.

Um den Schwindel zu erklären, muss ich etwas weiter ausholen.

BIS ZUR JAHRTAUSENDWENDE

Von 1995 bis 1997 absolvierte ich im 2. Bildungsweg eine Bankausbildung. In meinem Lehrbuch gab es unter dem Titel "neue Finanzinstrumente" und zwischen Optionsgeschäften den Wertpapiertyp Index-Anleihen. Konfrontiert mit den Fachausdrücken "Bull" und "Bear" konnten Investoren nun auf steigende und fallende Aktienkurse wetten.  Das Prinzip war folgendes. Der Investor legte bei der Bank einen Betrag an. Die Rückzahlung und/oder der Ertrag hing von der Entwicklung gewisser Börsenindexe bzw. Aktienkursen ab.  Stiegen die Aktienkurse hatte der Investor den Gewinn, fiele hingegen die Werte hatte die Bank den Profit. Das Kreditinstitut konnte dabei einen gewissen Hebel einbauen oder die Wette auch umgedreht gestalten. Die Bank selber besaß nicht die Aktien. Das Kreditinstitut benutzte die Kurse lediglich als Wettbasis, was deshalb auch als synthetisches Produkt bezeichnet wird. Da der Anleger sein Geld direkt bei der Bank investierte, trug er auch das Insolvenzrisiko des Emitttenten, also des Kreditinstitutes. Optionsgeschäfte setzten viel Wissen voraus und galten zu meiner Ausbildungszeit als sehr riskant. Deshalb kam dieser Wertpapiertyp für einen durchschnittlichen Investor nicht in Betracht. Nachfolgend Ausschnitte aus meinem Lehrbuch: Wirtschaftslehre des Kreditwesens, Autoren: Grill und Perczynski, Verlag: Gehlen, Auflage 1995

Eine andere, nicht spekulative Art waren Fonds. Fast jeder Bundesbürger, der Wertpapiere besaß, hatte schon mal Fondanteile erworben. Ein Fond kauft direkt mit dem Geld der Anleger Werte und der Investor ist Miteigentümer von diesen Fondvermögen. Diese Wertpapiere haben daher kein Emittentenrisiko und zählen im Falle einer Insolvenz des Emittenten zum Sondervermögen.

Nun gab es die spekulativen Index-Anleihen, die nur wenige Profis erwarben und die Fonds, die sozusagen für die Allgemeinheit waren und sehr zahlreich gekauft wurden. Die Anteilsscheine von den Fonds heißen Investmentzertifikate.

Zertifikate ohne das Vorwort "Investment" gab es nicht.

ANFANG DER JAHTAUSENDWENDE

Anfang der Jahrtausendwende führten die Banken eine neue Gattung/Bezeichnung  für die Index-Anleihen ein. Dabei wählten die Kreditinstitute genau den Namen aus, der schon für die Fondanteilscheine vorhanden war. Es entstand die Gattung/Bezeichnung "Zertifikate". Nun gab es die Fonds, auch als Investmentfonds bezeichnet, wobei die Anteilsscheine Investmentzertifikate heißen. Fonds werden teilweise von Banken ausgegeben bzw. emittiert. Bei einer Insolvenz des Herausgebers/Emittenten zählen die Fondanteile zum Sondervermögen. Ganz anders bei den neu entstandenen "Zertifikaten", die den gleichen Begriff besitzen. Hier gab der Anleger der Bank das Geld und es wurde nicht in die Indexwerte investiert. Hier bestand ein Emittentenrisiko.  Der Kaufvertrag der Geschädigten der Citi-Bank lautete aber zweifelsfrei über Fondanteile. Dementsprechend bestand kein Emittentenrisiko. Ich bin überzeugt, daß zumindest ein Großteil der Kundenberater selbst von einem Wertpapier ausgingen, dass kein Emittentenrisiko besaß.

Leider wird aber das Wesentliche verkannt und die Geschädigten wurden auf eine falsche Fährte gelenkt.

Es folgten Strafanzeigen, Klagen und Demonstrationen der Geschädigten. Diese beziehen sich aber keinenfalls auf das falsche Produkt. Es wird moniert, dass die Kundenberater nicht über das Emittentenrisiko aufklärten, dass die Kundenberater ein Produkt verkauften, was nicht zum Anlegertyp passte, dass Provisionen verheimlicht wurden, dass es ein Festpreisgeschäft und kein Kommissionsgeschäft war und etc..

Es ist in etwa wie folgt zu vergleichen.

Sie kauften ein Auto und haben einen schriftlichen Kaufvertrag über den Gegenstand Auto. Geliefert wurde aber ein Rasenmäher. Irgendwo steht ganz klein und unauffällig in der beiliegenden Gebrauchsanleitung eine Eigenschaft im Bezug zum Rasen aufgeführt. Nun kommt es zu einem Rechtsstreit. Es werden Hunderte von DIN A4 Seiten hin und her geschrieben, jede einzelne Schraube des Rasenmähers wird akribisch auseinandergenommen und bemängelt. Aber das Wesentliche überhaupt, dass der Kaufvertrag über ein Auto lautete und nicht über einen Rasenmäher, ist dabei vollkommen unwichtig.

Das eigentliche Problem, dass, wie bei mir auch, die Bank ein total anderes Produkt lieferte, als verkauft wurde, fällt "unter den Tisch". Aber genau dieses ist für mich persönlich Betrug.

Und so heißt es in den Medien nur ganz harmlos, dass es eben Kundenberater gibt, die nicht auf den Anlegertyp eingingen oder nicht vollkommen über alle Risiken der Anlage aufklärten.

Von einem Geschädigten besorgte ich mir den Kaufvertrag, wobei andere Verträge der Citi-Bank identisch sind. Nebenbei sei noch erwähnt, da das Risikoprofil überschritten wurde, erfolgte trotz Beratung bei zahlreichen Kunden der Hinweis auf eigenen Kundenwunsch, da komplexes Produkt.  Das Wertpapier umfasste  50 Dax-Werte, wobei die Geschädigten davon ausgingen, dass es eine Direktinvestition in die Dax-Werte ist.








Und auch heutzutage wird ein und der selbe Begriff für zwei total unterschiedliche Wertpapiere benutzt. Im Internet gibt es dazu zahlreiche Bespiele. Hier nur ein Bespiel von zwei verschiedenen Rechtsanwälten.

http://www.kanzlei-klumpe.de/newsletter/html/newsletter06-10.pdf  Seite 4, voletzter Absatz (Stand 03.05.2012)



http://www.kanzleimitte.de/investmentzertifikat-_869.html

Gem. Kaufvertrag erwarben die Geschädigten eindeutig "Investmentfondsanteile". Den Unterschied zwischen Investmentfonds und dem hier ausgelieferten Produkt beschreibt z. B. auch sehr gut ein BGH-Urteil. Dort heißt es:
"Da hier - anders als beispielsweise bei Investmentfonds nach dem Investmentgesetz (vgl. § 30 Abs. 1 Satz 2 InvG) - kein vom sonstigen Vermögen des Emittenten getrenntes Sondervermögen gebildet wird, trägt der Anleger nicht nur das Marktrisiko in Bezug auf den zugrunde gelegten Basiswert, sondern darüber hinaus auch das Bonitätsrisiko des Emittenten." BGH vom 17.09.2011, XI ZR 178/10